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Der Gesang des Asphalts

2024 · Installation, recycelte Reifen, Pflanzen, Klanginstallation

Albert School of Business & Data, Paris, 2024. © Daniel Nicolaevsky

Welche Bevölkerungsgruppen leiden im Zeitalter der Dekarbonisierung unter dem Mangel an Mobilität in den großen Metropolen?

Der Gesang des Asphalts behandelt die Spannung zwischen dem Mobilitätsversprechen der städtischen Infrastruktur und der Wirklichkeit einer Peripherie, die oft abgehängt bleibt. Aus recycelten Reifen gebaut, Symbolen für Bewegung und Industrie, verharrt die Installation dennoch in einer stillen Unbeweglichkeit, zu der nur einige ferne Echos vom Lärm der Peripherie dringen. Die Pflanzen, die aus ihren Zwischenräumen wachsen, erinnern an die Wege migrierender Menschen, die wie diese Arten oft verdrängt werden und in neuen Umgebungen Wurzeln schlagen müssen.

Das Werk spiegelt die Wirklichkeit der Pariser Banlieues wider, wo Mobilität zugleich Traum und Hindernis ist. Die Reifen, sonst in Bewegung, werden hier zu Barrikaden. Zwischen poetischer und sozialer Reflexion befragt das Projekt die sichtbaren und unsichtbaren Grenzen, die unsere Territorien und unsere Lebenswirklichkeiten zerteilen.

Technische Angaben

Titel Der Gesang des Asphalts (Le Chant du Bitume)

Jahr 2024

Technik Altreifen, Grünpflanzen, Stahlkonstruktion, Klanginstallation

Maße 400 × 280 × 300 cm

Konzept Daniel Nicolaevsky

Assistenz Casa 93 (Gitroina, Eva-Louisa und Loreny)

Klanggestaltung Alonso Martinez

Konstruktion Ronan Masson

Koproduktion CUFA France

Präsentationen Albert School of Business & Data, Paris, 2024; Expo Favela Innovation Paris, 2024

Presse

„Gleich bei ihrer Ankunft wurden die Besucherinnen und Besucher dieser ersten internationalen Ausgabe von einem Bauwerk empfangen, das ganz aus Reifen besteht und deutlich an den Eiffelturm erinnert: eine Installation des künstlerischen Leiters der Veranstaltung, Daniel Nicolaevsky, die symbolisiert, wie schwer es der Peripherie fällt, Zugang zum (unter anderem wirtschaftlichen) Zentrum der Großstädte zu finden, ob in Paris, New York oder São Paulo.“

Bpifrance Big Media, 2024, aus dem Französischen übersetzt

„Wir haben mit Casa 93 zusammengearbeitet, einer solidarischen Modeorganisation, die in Rio de Janeiro, im [Morro do] Vidigal, entstanden ist, vermittelt über eine Französin, Nadine, die hier in Frankreich lebt. Ausschließlich mit Schwarzen Frauen aus der Peripherie, die Gewichte gehoben, Reifen durchstochen und zerschnitten haben, um diese vier Meter hohe Installation zu bauen, und auch alle Verkehrsschilder der Veranstaltung, die auf dieses Rad verweisen, das um Paris herumführt und Zugang verschafft, der Peripherie manchmal aber auch den Zugang zum Zentrum nimmt“, erklärt Daniel Nicolaevsky.

RFI Brasil, Oktober 2024, aus dem Französischen übersetzt

Der Gesang des Asphalts, Daniel Nicolaevsky: Detail der gestapelten Reifen und der Pflanzen, die aus ihnen wachsen.